Teamentwicklung

Wie Du die Zusam­me­nar­beit in Deinem Team deut­lich verbesserst

Kennst Du das..?

Grund­sät­zlich funk­tion­iert es ja bei Euch – und trotz­dem kommt Ihr immer wieder oder schnell an den Punkt, an dem es knirscht, wo die Stim­mung sinkt oder die Reibereien im Team deut­lich spür­bar wer­den. Was Du als Führungskraft tun kannst, um aus ein­er Gruppe ein eingeschworenes Team zu machen, das gemein­sam durch Dick und Dünn geht, erfährst Du in den näch­sten 2 Minuten, wenn Du diesen Artikel liest.

Ist ein Team grundsätzlich oder immer gleich leistungsbereit?

Bis ein Team nicht nur leis­tungswillig, son­dern auch leis­tungs­fähig ist, durch­läuft es einen ganz bes­timmten Prozess. Warum ist das so? Je bess­er seine Grundbedürfnisse befriedigt sind, desto eher kann sich ein Mitar­beit­er auf seine Arbeit und sein Wirken konzen­tri­eren und ein­lassen. Sicher­heit, Bindung und der Platz im Rudel müssen gek­lärt sein, bevor sich der natür­liche Drang zum Wach­s­tum vol­lends ent­fal­tet. Und genau das sind die The­men in der Entwick­lung eines Teams, damit es wirk­lich und gut leis­ten kann. In etwa ist das so wie auf ein­er Par­ty, auf die Du ein­ge­laden bist, aber auf der Du nie­mand kennst. Erst wenn Du weißt, wo das Buf­fet ste­ht und die Toi­let­ten sind, wenn Du erste Kon­tak­te geknüpft hast und wenn Du das Gefühl hast, dass der Abend was wer­den kann, fängst Du an, die Par­ty zu genießen.

Darauf suchst Du Antworten

Welche Teambuildingmethoden gibt es generell?

Zum einen gibt es Meth­o­d­en, mit denen Du als Führungskraft die Zusam­me­nar­beit im Team verbessern kannst. Dazu gle­ich im näch­sten Absatz aus­führlich mehr. Und dann hast Du vielle­icht schon von Team­build­ing-Übun­gen gehört, die man haupt­säch­lich in Team­build­ing Work­shops macht. Dabei geht es zuerst darum, gemein­sam eine Auf­gabe zu lösen. Im zweit­en Schritt wird dann gemein­sam mit der Gruppe die Art und Weise analysiert, wie diese Auf­gabe gelöst wurde. So wer­den Schwach­stellen und Poten­ziale des Teams deut­lich und damit verän­der­bar. Es gibt ein­er­seits sehr viele schon bekan­nte Übun­gen, Ihr kön­nt aber auch jede Eur­er All­t­ags-Tätigkeit­en zu ein­er reflek­tierten Übung machen.

Mit welchen Teambuilding-Maßnahmen kann die Führungskraft unterstützen?

In jed­er Phase im Team­build­ing-Prozess hast Du als Führungskraft ganz bes­timmte Auf­gaben, die Du mit bes­timmten Maß­nah­men und Meth­o­d­en leicht bewältigst. Zu Beginn der Par­ty, wenn die Men­schen einan­der noch fremd sind, geht es für Dich als Führungskraft darum, sie einan­der vorzustellen, um das erste Eis zu brechen. Schaffe erste Brück­en für Gespräche, erste Anknüp­fungspunk­te, damit sich die Men­schen einan­der näh­ern kön­nen. Du bist der Gast­ge­ber und Dir liegt was dran, dass der Abend nicht nur schön, son­dern unvergesslich wird.

Wenn Gespräche hitziger wer­den, kannst Du als Führungskraft der Gruppe helfen, indem Du den unter­schiedlichen Mei­n­un­gen und Sichtweisen Platz ein­räumst. Im Par­ty-Beispiel: Mache klar, dass Du es begrüßt, wenn Deine Gäste sich einan­der so deut­lich und mutig zeigen. Das heißt nicht, dass Du Deine Mei­n­ung ver­steck­en musst, ganz im Gegen­teil. Es geht nur darum, jedem Einzel­nen auch den Platz für seine Indi­vid­u­al­ität einzuräu­men. Im Par­ty-Team­build­ing am Ende des Storm­ings ist es Deine Auf­gabe, die expliziten und die impliziten Regeln zu for­mulieren und so für alle trans­par­ent und sicht­bar zu machen, damit sich Deine Gäste auch daran hal­ten können.

Tut es jemand nicht, ist es Dein gutes Recht als Haush­err, diesen Gast darauf anzus­prechen oder gar hin­aus zu begleit­en, wenn er die Regeln weit­er mis­sachtet. Und wenn Dein Team in der Leis­tungsphase, dem “Per­form­ing” angekom­men ist, dann “lean back and enjoy the show”. Da hast Du in der Tea­men­twick­lung “nur” mehr die Auf­gabe, dem Team die Hin­dernisse aus dem Weg zu räumen.

Wann hilft ein Teamcoaching oder ein Workshop “Teamentwicklung”, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern?

Du als Führungskraft bist für den Team­prozess ver­ant­wortlich. Das heißt aber nicht, dass Du alles selb­st kön­nen oder machen musst. Es gibt Sit­u­a­tio­nen, da hil­ft Unter­stützung von außen. Die meis­ten Teams bleiben am Über­gang vom Form­ing zum Storm­ing steck­en, weil die Sit­u­a­tion vorhan­den­er aber unaus­ge­sproch­en­er Kon­flik­te unan­genehm ist – und das über Jahre!

Hier macht ein Team­build­ing, eine Tea­men­twick­lung oder ein Team­coach­ing abso­lut Sinn, weil hier der externe Coach oder Train­er ganz andere und weitaus mehr Dinge klar ansprechen und damit zur Klärung beitra­gen kann, als es die Team­mit­glieder oder Du als Führungskraft kön­nen. Nicht, weil Ihr es tat­säch­lich nicht kön­nt, son­dern weil Eure Wege meist schon so einge­fahren sind und Wun­den und Nar­ben das unge­fährliche Ansprechen erschw­eren oder unmöglich machen.

Mit erprobten und ganz geziel­ten Übun­gen, Meth­o­d­en oder Maß­nah­men wer­den die Kanäle wieder freigemacht, Kom­mu­nika­tion wird wieder leichter und damit das Arbeit­en wieder angenehmer. Wenn Du also Dein Team oder Deine Abteilung mal als eine Par­ty betra­cht­est, in welch­er Phase seid Ihr? Welche Auf­gabe ste­ht ger­ade für Dich an? Wenn Du eine Frage hast oder mehr Hin­ter­gründe haben willst, melde Dich gerne bei mir!

Es wur­den nicht all Deine Fra­gen beant­wortet? Melde Dich gerne bei mir!

Erfahre mehr in einem per­sön­lichen Gespräch

Die erste Phase: das Forming

Lass uns beim Par­ty-Beispiel bleiben und genauer hin­schauen. Es geht schon weit vor dem Par­ty-Abend los: Jemand, den Du magst, lädt Dich ein, Du weißt aber genau, dass Du dort nie­mand ken­nen wirst. Die wenig­sten Men­schen sind sofort hel­lauf begeis­tert. Meis­tens meldet sich auch ein Gedanke wie “Da kenn ich ja nie­mand…”. An dem Abend ist es dann auch erst ein­mal so. Du kommst here­in, tax­ierst die Men­schen und sie schauen Dich an.

Der Gedanke dahin­ter ist “Wer sind die?” oder “Wer ist die/der?”. Damit bist Du schon in der ersten Phase in der Tea­men­twick­lung, das sog. “Form­ing”, in der es um die Ori­en­tierung und um das langsame “Miteinan­der­warmw­er­den” geht. Hast Du jemand oder eine Gruppe gefun­den, die ganz ok ist, beschnup­pert Ihr Euch über ver­schiedene The­men und merkt daran schnell, wer wie tickt, was mit wem geht oder wo es auch nicht passt. Der Abend scheint ja doch “ganz ok” zu werden…

Die zweite Phase: das Storming

Ihr werdet mutiger und nun geht es darum, das eigene Ter­rain abzusteck­en und seinen Platz “im Rudel” zu find­en. Das “Storm­ing”, die zweite Phase im Team­prozess hat begonnen. Nun geht es um die Ran­gord­nung. Während Tiere das weit­ge­hend kör­per­lich regeln, wirst Du im sel­tensten Fall Deinen Platz mit der Faust klar­ma­chen. Das machen Men­schen sub­til­er, mit Worten, Gesten, Blick­en oder der Kör­per­hal­tung. Die Botschaft dahin­ter ist aber klar: Wie sehr kann ich hier ich sein und wieviel Gemein­schaft und Gle­ichk­lang wird hier gelebt? Kon­flik­te sind unauswe­ich­lich und gle­ichzeit­ig wichtig, denn sie helfen der Gruppe, die Plätze im Team auszuhandeln.

Die dritte Phase: das Norming

In der drit­ten Phase “Norm­ing” geht es nun darum, die inter­nen Grup­pen­regeln zu find­en nach denen das Team funk­tion­iert. Das sind zum einen explizite also aus­ge­sproch­ene Regeln, die man gemein­sam gefun­den hat, vielmehr aber noch implizite also unaus­ge­sproch­ene Regeln, die sich durch das Tun und Machen, durch Gewohn­heit oder Akzep­tanz her­aus­ge­bildet haben. “Was kann man hier sagen, was nicht?”, “Welche The­men mei­det man hier bess­er?”, “Wen darf ich anlächeln, wen nicht?”, “Wie keck darf ich sein, wo bin ich bess­er still?” und so weiter.

Die vierte Phase: das Performing

Wenn diese drei Phasen des Team­buil­ings durch­laufen sind, kommt die Kür: das Team ist leis­tungswillig und leis­tungs­fähig. Jed­er hat seinen Platz durch den Tea­men­twick­lung­sprozess gefun­den, die Regeln sind klar und innere Sicher­heit und Klarheit stellen sich ein. Beste per­sön­liche Voraus­set­zun­gen für Leis­tung und Wach­s­tum. „Lean back and enjoy the Show!“

Lust, die „Bergführerin“
kennenzulernen?

Ich freue mich von Dir zu hören oder zu lesen, damit wir bei­de gemein­sam fest­stellen kön­nen, wie ich Dich am besten unter­stützen kann!