Führungskräfte eierlegende Wollmilchsau-2

Die Führungskraft im Projektionsdilemma (Teil 2)

By | Führungskräfte, Projektion, Resilienz

3 Hauptursachen, warum Mitarbeiter auf  Führungskräfte projizieren

Im ersten Teil ging es darum, DASS Führungskräfte sich (zu) oft im Projektionsdilemma befinden.

In diesem Teil geht es um die Hauptursachen, also das “Warum”.

Viele Führungskräfte stöhnen, dass sie für alles verantwortlich gemacht werden. Dass sie langsam zu den sprichwörtlichen “eierlegenden Wollmilchsäuen” werden sollten, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Kennst Du das auch?

Und dabei geht es bei weitem nicht nur um Zielanforderungen “von oben”, sondern immer öfter auch darum, was die Führungskraft alles für ihre Mitarbeiter tun und können sollte:

  • Da klappt etwas nicht: “Was soll ich tun?”
  • Es gibt Konflikte zwischen zwei Mitarbeitern: “Der X hat…!”
  • Plötzlich zeigt sich eine neue Situation: “Wie soll ich das nur machen?”

Oft kommst Du Dir vor, als würdest Du für alles verantwortlich gemacht und nicht selten liegt Dir der Satz auf den Lippen “Wie im Kindergarten…!”

Ungeachtet der sachlichen Fragen wie

  • Sind Rahmenbedingungen klar abgesteckt?
  • Gibt es klare Prozess- und Verfahrensanweisungen als Handlungsleitlinien?
  • Sind die Aufgaben und Ziele eindeutig definiert?
  • Weiß jeder Mitarbeiter wo sein Platz ist und wozu er ihn ausfüllt?

gibt es immer wieder Situationen, in denen die Führungskraft für Dinge verantwortlich gemacht wird, die die Mitarbeiter auch selbst lösen können (sollten).

Im Folgenden findest Du die drei Hauptgründe, warum Du Dich als Führungskraft oft im Projektionsdilemma wiederfindest.

Grund 1: Eine unvollendete Pubertät auf beiden Seiten

Das mag auf den ersten Blick verwunderlich oder gar lustig erscheinen, doch immer wieder treffe ich Führungskräfte, die ihre Eindrücke genau so beschreiben.

Du findest dieses Thema ausführlich beschrieben im Artikel “Warum Du Dich als Chef oder Führungskraft von den Projektionen Deiner Mitarbeiter und Kollegen befreien solltest.”

Grund 2: Ausbaubare Resilienz aller Beteiligten

Resilienz ist die Fähigkeit an oder gerade trotz Krisen zu wachsen. Vielleicht kennst Du das selbst: Je mehr Heraus-Forderungen (was für ein treffendes Wort!) Du erlebt hast, an je mehr Menschen Du Dich gerieben hast, je öfter Du erlebt hast “Das kann ich!”, desto freier, kreativer und selbstsicherer gehst Du neue Projekte an.

Resilienzstudien haben dabei 7 zentrale Persönlichkeitskompetenzen ausfindig gemacht:

  • Realistischer Optimismus,
  • Akzeptanz,
  • analytische und kreative Problemlösefähigkeit,
  • die Überzeugung der eigenen Wirksamkeit,
  • Impulskontrolle,
  • ein haltbares soziales Umfeld
  • und eine klare Orientierung im eigenen Leben.

Je nachdem, wie stark die Resilienz beim einzelnen Mitarbeiter ausgeprägt ist, wird er sich in der Lage fühlen, auftretende Probleme zu lösen, Konflikte anzugehen oder neue Lösungen zu finden.

Und die gute Nachricht: Resilienz ist trainierbar!
Mach gemeinsam mit Deinen Mitarbeitern oder Kollegen ein für Euch ganz individuelles und einzigartiges Resilienz-Seminar. Ihr werdet Euch als Team stärken, Eure Resilienzkompetenzen ausbauen und damit souveräner denn je mit den Heraus-Forderungen Eure Arbeitsalltags umgehen.

Grund 3: Hinter- oder Untergrundprozesse, die Eure operative Handlungsfähigkeit lahm legen

Jeder weiß davon und doch spricht sie keiner an.

Kennst Du das?

In nahezu jedem Unternehmen gibt es Themen, die so heiß sind, dass sie nicht angefasst werden. Und doch blockieren genau diese Themen den Alltag in einer Art und Weise, die nur mit äußerster Anstregungen aller Beteiligten überwunden werden kann, bis hin zu Erschöpfungszuständen, psychischen Erkrankungen oder inneren und äußeren Kündigungen.

Nach aussen zeigen sich diese Themen über die unterschiedlichsten Symptome, u.a.:

  • hohe Fehlzeiten
  • sinkende Effektivität
  • häufige Konflikte
  • hohe psychische Belastungen

Was hier hilft, ist die Erfüllung einer Pflicht, die der Arbeitgeber eh hat.

Hä?

Du hast richtig gelesen:
Viele wissen gar nicht, dass sie seit Jahren nicht nur die physischen Gefährdungen eines Arbeitsplatzes (Licht, Luft, Lärm etc.) erfassen müssen, sondern auch die psychischen!!

Mit der betriebsindividuellen Gefährdungsbeurteilung schafft Ihr rechtliche Pflicht, erhöht die Mitarbeitermotivation enorm und habt auch noch ein kostenfreies Innovationscamp für die ganze Firma oben auf! Ohne extra Beraterkosten!

Wie das geht? Bleib dran, komm wieder:

In Teil III erfährst Du, wie Du Projektionen erkennst und beseitigst.

Servus bis bald

Andrea

 

 

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Fuehrungskraefte Kind ICH Projektion Befreieung

Die Führungskraft im Projektionsdilemma (Teil 1)

By | Führungskräfte, Projektion, Resilienz

Ich bin nicht Deine Mama!

Warum Du Dich als Chef oder Führungskraft von den Projektionen Deiner Mitarbeiter und Kollegen befreien solltest.

Als Führungskraft wünschst Du Dir ein Arbeiten mit Deinen Teamkollegen auf Augenhöhe, aber stattdessen fragst Du Dich (oder die Kollegen) immer öfter:

  • „Muss ich mich denn um alles selbst kümmern?“
  • „Warum bleibt immer alles an mir hängen?“
  • „Für was bin ich eigentlich noch verantwortlich?“

Manchmal klingst Du schon wie Deine eigene Mutter oder Dein Vater? Und es kommt Dir vor, als ob Dir ein Kindergarten zur Führung anvertraut wurde und nicht erwachsene Mitarbeiter. Irgendwie siehst Du Dich in die Rolle von Mutter oder Vater gedrängt.

In der Rolle als Führungskraft fühlst Dich nicht wirklich ernst genommen und auch die Zielerreichung gestaltet sich zäh. Dein Arbeitspensum nimmt täglich zu, während sich der Spaß schon längst verflüchtigt hat?

Wie kommt es eigentlich, dass Deine Teamkollegen mit Vorliebe gerade ihre negativen Erfahrungen mit einem oder beiden ihrer Elternteile auf Dich projizieren?

Und was kann passieren, wenn Du Dich nicht von diesen Projektionen befreist?

Projektionen – ein Drama mit vielen Ursachen

Jeder Mensch sieht sich selbst in einer anderen Rolle in der Welt.
Jeder Mensch “erzählt” sich eine andere Geschichte über die Welt und seine Mitmenschen. Dabei spielen natürlich auch Beeinflussungen oder Prägungen eine Rolle, denen sich nicht jeder bewusst ist.

Das Denken funktioniert in Mustern. Jede Begegnung und Situation im Leben ordnet jeder Mensch seinem individuellen Muster zu – und antwortet gemäß seines Welt- und Menschenbildes. Daraus entstehen dann die BeWERTUNGen.

Somit kann es passieren, dass die Begegnung mit dem Chef oder das Zusammenarbeiten mit einer Führungskraft in ein Muster fällt, für das der Chef oder die Führungskraft zunächst einmal nichts kann.

Was Chefs oder Führungskräfte jedoch tun können ist, ihren Mustern und Bewertungen auf die Spur zu kommen, um sich selbst in bestimmten Situationen oder Begegnungen bewusster reflektieren und Spannungen herausnehmen zu können.

Erfahre im nächsten Teil mehr über die weiteren Ursachen für das Projektionsdilemma und in Teil 3, wie Du sie aufspürst und beseitigst – jetzt den Newsletter abonnieren.

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Eine der Hauptursachen für das Projektionsdilemma: Eine unvollendete Pubertät

Woran erkennst Du bei Dir oder anderen, dass die Pubertät nie wirklich abgeschlossen wurde bzw. werden konnte?

Kennzeichen für unvollendete Pubertät sind u.a. Denk- und Handlungsmuster aus dem Kind-Ich oder Eltern-Ich heraus.

Denk- und Handlungsmuster des KIND-Ich (unreflektiertes Gefühls-Ich)

trotzig, albern, emotional-verspielt…

Erinnert Dich das Verhalten Deiner Mitarbeiter oder Kollegen eher an einen pubertierenden Teenager?

Ist er oder sie trotzig, naiv oder auch unsicher? Dann bewegt er sich mit großer Wahrscheinlichkeit in dem Bereich des Kind-Ichs.

Denk- und Handlungsmuster des Eltern-Ich (Du Vorwurf)

korrigieren, zurechtweisen, bevormunden…

Egal in welchem Alter, trägt jeder die Muster seiner Eltern in sich. Bleiben diese Muster unbewusst und unreflektiert, spielen sie sich gerade in Stress-Situationen in den Vordergrund. Dann wird – je nach Präferenz – korrigiert, zurechtgewiesen, bevormundet oder bemuttert.

Und das unabhängig, ob Du Führungskraft oder Mitarbeiter bist. So entstehen manchmal kuriose Situationen, z.B. wenn der Chef ins Kind-Ich rutscht und die Mitarbeiterin ins bemutternde Eltern-Ich.

Was ist der Grund für die unvollendete Pubertät?

Der entscheidende Grund, dass Menschen den Sprung in das Erwachsenen-Ich noch nicht geschafft haben, liegt an der fehlenden Initialisierung innerhalb der Familie.

In den modernen Familienformen ist das Bewusstsein für die Wirkung und Wichtigkeit von Riten in Vergessenheit geraten. Dazu gehört auch die „Markierung“ des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen, z.B. durch eine familiäre Feier des Schulabschlusses.

Im Rahmen einer solcher Initiierung war es früher üblich, dass die Eltern – meistens jedoch der Vater – durch Worte und Gesten das Bestehen des Schulabschlusses würdigten und damit die (mentalen) Weichen Richtung Augenhöhe mit den Erwachsenen gestellt haben.

Wie lässt sich – auch im Erwachsenenalter die Pubertät abschließen?

Mit Hilfe eines versierten Coaches lässt sich der Abschluss der Pubertät systemisch vollziehen.

Sobald Du schon allein für Dich selbst das Thema klar hast, wird sich in Deinem beruflichen Umfeld – und vielleicht auch im privaten – einiges zum Besseren bewenden.

Das Ergebnis:

Ankommen im Erwachsenen-Ich

sachlich, respektvoll, konstruktiv, rational und dabei empathisch… – das Erwachsenen-Ich.

Dieses Erwachsenen-Ich ist die Basis für eine objektive, wohlüberlegte und respektvolle Kommunikation, wie man sie von einem reifen Erwachsenen erwartet.

Natürlich klingt das viel zu einfach für dieses überdurchschnittlich frustrierende und kräftezehrende Problem, dem sich vermutlich die Mehrheit der Führungskräfte ausgesetzt fühlen. Und tatsächlich ist das nur ein Schritt von mehreren, jedoch sicherlich einer der entscheidenden.

Wenn die Führungskraft für sich selbst bewusst im Erwachsenen-Ich angekommen ist, verändert sich für die anderen wahrnehmbar die Haltung. Möglicherweise reduziert das schon den „Spaßfaktor“ der Kollegen am Vater-Mutter-Kind-Spiel mit Dir…

Das kann der wunderbare Beginn eines Arbeiten auf Augenhöhe sein. Wohlgemerkt: der Beginn! Was Du sonst noch tun kannst, erfährst Du im nächsten Teil dieser kleinen Serie.

Erfahre im nächsten Teil mehr über die weiteren Ursachen für das Projektionsdilemma und in Teil 3, wie Du sie aufspürst und beseitigst – jetzt den Newsletter abonnieren.

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Zurück also zur Ausgangsfrage:

Warum es ist so wichtig, dass Du Dir die unbewussten Projektionen bewusst zu machen?

Oder: Was passiert, wenn Du alles einfach so weiterlaufen lässt?

Du läufst Gefahr entweder ausgespielt zu werden, mit Volldampf in den Burnout zu rauschen oder schleichend an Wirkung und Ansehen zu verlieren. Oder sogar alles zusammen!

Außerdem wird die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Abteilung oder des gesamten Unternehmens blockiert.

Also beobachte Dich und andere in der nächsten Zeit, wann wer in welche Rolle rutscht und damit die Augenhöhe verlässt. Dann weißt Du, wo Du gezielt ansetzen kannst.

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Bergtage für die kleine Freiheit zwischendurch

Bergtage für die kleine Freiheit zwischendurch

By | Termine

„Ich will raus hier! – Rein in die kleine Freiheit!“

Wenn Dir grad wieder alles zu eng wird und Deine Sehnsucht nach Weite und der Luft zum Atmen zu groß wird:
Die Bergtage von #wennderbergruft bieten Dir den Schnellausstieg aus Alltag und Routine.

Das Email-Postfach quillt über und Deine Gedanken drehen sich nur noch im Kreis. Der perfekte Zeitpunkt für einen schnellen, kurzen Ausstieg, um Dein Inneres zu „resetten“: Eine organisierte Bergtour.

Schnapp Dir Deine Wanderklamotten, rein in die Bergstiefel, das Notwendigste in den Rucksack gepackt – fertig. Um die Organisation der Tour hat sich bereits Dein Tourenscout Andrea Scherkamp gekümmert.

Was erwartet Dich bei einem Bergtag? Die kleine Freiheit mit Frischluftgarantie zum Abschalten und neue Einsichten bei grandiosen Aussichten (wenn das Wetter mitspielt!).

#wennderbergruft: lausche Deiner inneren Stimme, tausche Dich mit anderen aus  – offen, ungezwungen, mit oder ohne Coaching-Impuls.
Und Du kehrst mit neuem Elan zurück an Deinen Arbeitsplatz.

Die Tour ist auf jeden Fall kostenfrei. Worauf wartest Du noch?

Am besten schon mal die Termine im Kalender eintragen! Du findest sie hier

Wo?
In den Alpen zwischen Lenggries und Füssen, wetterabhängig, genaue Infos zur Tour und zum Treffpunkt gibt’s eine Woche zuvor.

Anmeldung ganz einfach per PN oder Mail an info@andrea-scherkamp.de bis zum Tag davor.

Resilienz 7 Geheimnisse Tipps Scherkamp en

Resilienz & Machernaturen

By | Resilienz

Resilienz: das rote Tuch für unternehmerische Machernaturen?!

Resilienz zählt zu den am häufigsten unterschätzten Schlüsseleigenschaften. Sie macht jedoch Quantensprünge in Unternehmen erst möglich.

„Nicht schon wieder eine Entspannungs-Sau durchs Dorf treiben!“

Schon allein bei dem Gedanken an das schlimme “R-Wort” (=Resilienz) drehen Ihre Pupillen genervt durch? Es widerstrebt Ihrem Naturell, sich noch mit einem weiteren so schrecklich harmonielastigem Thema zu beschäftigen?

Doch was wäre, wenn Resilienz genau das Gegenteil von Wellness-Harmonie-OOMMM ist?

Denn tatsächlich sind es die resilienten Menschen, die souverän auf den großen und kleinen Wellen des Alltags surfen, statt sich von ihnen unterkriegen zu lassen. Und wenn sie mit ihrem Surfbrett unterm Arm aus den Fluten steigen und mit lockerem Gang ans Ufer laufen, dann sind Sie es, der (oder die) die anerkennenden Blicke der “Zaungäste” auf sich zieht. Na, wie wäre das für Sie?

Neugierig geworden? Entdecken Sie, warum Resilienz genau das Gegenteil von Chill-Out ist und welche sieben Resilienz-Geheimnisse Sie zum souveränen Wellenreiter machen.

Resilienz Grundverständnis

Wachstum durch Anregung

Bisher war die einhellige Meinung der Wissenschaft, Entspannung und das rechtzeitige Aufladen der eigenen Akkus würde Belastungssituationen und Burnout vorbeugen. Ja und nein.

Was uns Menschen seit jeher anspornt ist der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, soweit stimmt der Ansatz. Die Anspannung kommt aber zustande durch die Motivation, ein Ziel zu erreichen. Die Entspannung tritt ein, wenn das Bedürfnis und damit das Ziel erreicht ist und das Belohnungszentrum den Erfolg meldet.

Also hängen Anspannung und Entspannung direkt über die Bedürfnisse und deren Befriedigung zusammen. Die bloße Entspannung als Abwechslung vom belastenden Arbeitsalltag bringt also keinerlei (!) verbesserte Work-Life-Balance, weil die Entspannung nicht direkt mit dem Bedürfnis in Verbindung steht.

Im Gegenteil, das Bedürfnis bleibt bestehen und die Körperchemie, die ja allerhand Stoff bereit stellt, um den Körper zu aktivieren und das Bedürfnis zu befriedigen, bleibt auf dem Cocktail sitzen. Das ist, als ob Sie auf den Menschen Ihres Lebens gewartet hätten versetzt würden – kalte Dusche!

Wollen Sie also souverän wellenreiten, brauchen Sie die Herausforderungen, die Ihr Belohnungszentrum jubeln lassen und die körpereigene Cocktailbar zu Höchstumsätzen anregen. Oder anders ausgedrückt: Tun Sie, was Sie gerne tun und Sie werden auch biologisch entspannen.

Die sieben Geheimnisse souveräner Resilienz-Wellenreiter

Resilienz Geheimnis Nr. 1: Ein Ziel zieht

Das ist gleich das Erste der Resilienzgeheimnisse: Wer ein klares Lebensziel hat, eine Vision, ein Bild von sich in der Zukunft, eine Lebenstraum etc. wird sich von kleineren oder größeren Brechern des Alltags nicht entmutigen lassen. Der Mensch weiß, wofür er was auf sich nimmt und genau das lässt sein Belohnungszentrum jubeln und seinen Körper zuverlässig arbeiten.

Resilienz Geheimnis Nr. 2: Nicht alles ist rosa, aber auch nicht alles ist schwarz

Dazu sind resiliente Menschen sind realistisch optimistisch. Während unverbesserliche Optimisten alles durch die rosa Brille sehen und Negatives ausblenden, sehen realistische Optimisten neben dem Positiven einer Situation auch die negativen Seiten. Dabei sind die sich aber sicher, dass in Summe die Sache gut ausgeht. Auf unsere Neurobiologie hat das einen entscheidenden Einfluss: Das Gehirn wird damit nicht von Hindernissen abgelenkt, sondern fokussiert seine kreative Kraft auf deren Überwindung. Genau das lässt den Ritt schlussendlich gelingen.

Resilienz Geheimnis Nr. 3: Akzeptieren, was nicht zu ändern ist

Passiert dann doch etwas Unerwartetes oder deutet sich eine Krise an, hadern resiliente Menschen nicht lange mit der Situation. „Warum mir?“ oder „Warum genau jetzt?“ wird man von den souveränen Wellenreitern nie hören. Im Gegenteil, ihre Akzeptanz in der Haltung und ihre Worte bringen zum Ausdruck „Ich habe es nicht so bestellt, das hat keiner gewollt – aber so ist es jetzt eben.“ Und genau mit dieser Einstellung endet die endlose Gefühls- und Gedankentretmühle – der Mensch wird wieder handlungsfähig.

Resilienz Geheimnis Nr. 4. Lösung statt Problem

Wer sich nicht lange im Gefühlschaos suhlt, sondern das annimmt, was ist, findet auch kreative Lösungen. Warum ist das so? Gefühlschaos heißt wieder biochemischer Aktivierungscocktail im Körper, der aber aufgrund der eigenen Handlungsunfähigkeit nicht abgebaut werden kann. Die Folge sind verminderte Leistungsfähigkeit und Kreativität bis hin zum Tunnelblick. Selbstredend, dass im Tunnel die Augen nur mehr das eine Licht am Ende fixieren und der Mensch die Vielzahl der anderen Lösungsoptionen ausblendet.

Resilienz Geheimnis Nr. 5: Ich weiß, was ich kann

Was die Psychologie Selbstwirksamkeit nennt, kann lässt sich einfach übersetzen mit der Haltung „Ich will, ich kann, ich werde.“ Die Surfer, die die wirklich großen Brecher packen, besinnen sich auf ihre Stärken und ziehen los. Sie sind bis in die Haarspitzen davon überzeugt, dass die perfekte Welle genau auf sie gewartet hat und genau sie in genau diesem Moment den Ritt ihres Lebens hinlegen: „Ich will, ich kann, ich werde“.
Die Selbstwirksamkeit hat eine Schwester, genannt Selbstregulation: Wer mitbekommt, was in seinem Inneren vorgeht, kann danach handeln und damit umgehen. „Bin ich gerade sauer?“, „Oh, ich bin traurig“ oder „Yeah, ich könnte die Welt umarmen“ lösen unterschiedliche biochemische Vorgänge im Körper aus. Wer das spürt, kann aktiv damit umgehen und die Biochemie auslgeichend beeinflussen. Wie oben schon beschrieben, ein wichtiger Aspekt, um handlungsfähig zu sein und zu bleiben.

Resilienz Geheimnis Nr. 6: Verantwortung übernehmen für’s Handeln UND Nichthandeln

Eng damit verbunden ist die Fähigkeit der Resilienten, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Und für das Nichthandeln, was meist noch viel wichtiger ist. Jede Handlung und jede Nichthandlung hat Konsequenzen. Jeder kann alles tun und lassen – und alles hat eben seinen Preis. Sich das nicht nur bewusst zu machen, sondern auch danach zu handeln, befreit ein für alle Mal aus der Opferrolle. Der Wunsch „Gestalter des eigenen Lebens zu sein“ ist für resiliente Wellenreiter Wirklichkeit.

Resilienz Geheimnis Nr. 7: Das soziale Netz

Haben Sie schon mal einen Wellenreiter alleine gesehen? In der Welle vielleicht, nicht aber am Strand. Sich mitteilen, Erlebnisse sowie Gutes und Schlechtes teilen und damit gemeinsam wachsen, das füttert das Belohnungszentrum und macht den Menschen stark. Zu wissen, man ist nicht alleine, sondern in ein gutes Beziehungsnetz eingebunden macht es leichter sich der nächsten Welle zu stellen.

Durch Resilienz zum Wellenreiter werden

Gerade in einer Zeit, in der Leistung das Gebot der Stunde ist, Umstrukturierungen die Tagesordnung bestimmen und neue Techniken Personal freisetzen, schlagen die Wellen manchmal hoch und Ereignisse kommen wie Brecher daher.
Wer souverän auf den großen und kleinen Wellen des Alltags surft, bleibt nicht nur gesund, sondern in all den Herausforderungen arbeitsfähig, kreativ und leistungsstark.

Spass bei der Arbeit Andrea Scherkamp

Spaß bei der Arbeit?

By | Work Happy

Spaß bei der Arbeit – muss das wirklich sein?

Die Frage an den Innovationscoach:

Wieviel Spaß sollen Unternehmer und Mitarbeiter an der Arbeit, mit dem Beruf oder im Job wirklich haben?

Das Bild von fröhlichen Mitarbeitern, die mit Kunden Witze reißen oder von Kollegen, die sich mit bunten Papierfliegern bewerfen und singend über den Flur tanzen, lässt Unternehmern der alten Garde – unabhängig ihres tatsächlichen Alters – innerlich den Kamm schwellen. Ähnlich wie in der Schule gilt vielerorts: Arbeiten ist nicht zum Vergnügen da!

Dennoch sind das genau diejenigen Führungskräfte oder Unternehmer, die sich heimlich wünschen, die Mitarbeiter hätten soviel Spaß am Arbeiten und Wohlbefinden im Unternehmen, dass sie gern regelmäßig und mit größter Freude (unbezahlte) Überstunden ihrer Freizeit vorziehen, weil es in der Firma ja viiiiel schöner ist als zu Hause, im Fitness-Studio oder beim Yoga.

“Irgendwo dazwischen liegt der goldene Mittelweg”, weiß Innovationscoach Andrea Scherkamp.

Fehlen Mitarbeitern Sinn und das Gefühl von Nutzen zu sein und gebraucht zu werden, sind innerliche Kündigungen an der Tagesordnung. Für Führungskräfte und Unternehmer fühlt sich das dann so an, als ob sie Sand im Getriebe haben.

Sand im Getriebe ist wie ein Klotz am Bein, der die Anpassungsfähigkeit limitiert, Erneuerungen verhindert und die Weiterentwicklung bremst bzw. die Eroberung neuer Marktanteile unmöglich macht. Die Abwärtsspirale droht. Zudem ist er der schlimmste Kostenfresser überhaupt.

Das Problem ist nur, dass in diesen Situationen gern auf alte, autoritäre Führungselemente zurückgegriffen wird, um – gegen alle Widerstände – Anordnungen durchzusetzen.

Weil die wenigsten Mitarbeiter Alternativen sehen oder haben, beugen sie sich zwar, aber dieser vermeintliche Sieg ist eine Täuschung. Denn die Zahl oder Intensität der innerlichen Kündigungen steigt. Wer dann in diesem Betriebsklima zuerst das Handtuch schmeißt, sind die Mitarbeiter, die auf dem Arbeitsmarkt die größten Chancen haben, anderweitig unterzukommen, schlimmstenfalls beim Wettbewerb. Und blöderweise sind das ausgerechnet die Mitarbeiter mit den besten Qualifikationen.

Sinn und Spaß als Quelle der Kreativität und des Wachstums

Zielstrebige Unternehmen, die das Gefühl haben, in ihrer Entwicklung auf der Stelle zu treten oder die sich beispielsweise auf die Erorberung der Marktführerschaft vorbereiten wollen, nutzen die Kompetenz von Innovationscoach Andrea Scherkamp, um diesen goldenen Mittelweg zu finden, der da lautet:

  • Soviel Spaß wie nötig
  • Soviel Sinn wie möglich

Sehen die Mitarbeiter in ihrem Tun einen Sinn und erkennen sie, dass sie mit ihrem Tun etwas bewirken, also einen Unterschied machen können, kommt der Spaß bei der Sache. Das ist die Grundlage für Eigenverantwortung, in dem Spielräume zu kreativen Lösungsansätzen die Weiterentwicklung des Unternehmens von innen her vorantreiben – und Pflichtgefühl wird zur Selbstverständlichkeit.

Doch: der Anspruch oder Wunsch, dass Arbeit auf einmal Freude machen soll, setzt Selbständige und Führungskräfte gewaltig unter Druck, denn er wird in der Regel nicht als Wunsch oder Ideal, sondern als Forderung vorgebracht: in den Medien, von Arbeitnehmervertretungen oder neuerdings auch Krankenkassen, Stichwort: betriebliches Gesundheitsmanagement.

Zu den beiden häufigsten Reaktionsmustern von Unternehmern auf solche Forderungen zählen:

  1. Abgrenzung, also “auf Stur schalten”, was aus menschlicher Sicht eine völlig normale Verhaltensweise ist, wenn Fremde versuchen, Gewohntes auf den Kopf zu stellen oder Betroffene sich in ihrer Kompetenz in Frage gestellt sehen. Häufig sind das allerdings dann genau diejenigen, die mit ihren Mitarbeitern genauso umgehen.
  2. Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit bei denen, die wissen, dass es Bereiche in ihrem Unternehmen gibt, an denen Sand im Getriebe das Vorankommen hindert. Doch hier helfen weder Steuer- noch Unternehmensberater weiter, denn es geht nicht mehr um Zahlen, Daten, Fakten. Wenngleich sich diese natürlich durch das “Ölen der klemmenden Stellschrauben” deutlich verbessern lassen.

Doch die Evolution des Menschen funktioniert nicht durch Druckausübung von außen oder oben.

Die Offenheit für ein neues (Arbeits-)Weltbild kann nur aus dem Menschen selbst kommen. Erste Vorbilder gibt es ja bereits.

Daher modifiziert Innovationscoach Andrea Scherkamp die Forderung nach “Spaß an der Arbeit”:

“Es geht nicht wirklich um Spaß, sondern um die Erfüllung, die jemand bei seiner Tätigkeit erlebt, wieviel Sinn für ihn die Arbeit macht und wieviel Selbstbestätigung er dabei erfährt. Und damit ist kein gebieterisches Lob gemeint, sondern das Gefühl, einen wichtigen Beitrag für Existenz und Wachstum des Unternehmens zu leisten.”

Wer Sinn in seiner Tätigkeit sieht und durchgängig wertgeschätzt wird, der

  • ist weniger krank
  • macht weniger Fehler
  • ist produktiver
  • liefert mehr Ideen
  • tut sich leichter Verantwortung zu übernehmen
  • uvm.

Was ist wichtig bei der Umstellung vom Pflichtprogramm zur Arbeit mit Sinn und Spaßfaktor?

Wer als Unternehmen hier effizient und mit kalkuliertem Budget vorgehen will, ist gut beraten, wenn er statt vereinzelte Insellösungen zu wählen auf ganzheitliche Konzepte setzt. Nur wenige Innovationscoaches bringen im Moment die entsprechende Qualifikation mit. Erforderlich sind betriebswirtschaftliche Kompetenzen ebenso wie Ausbildungen im Gesundheitsbereich und Coaching Qualifikationen, die über die klassische Persönlichkeitsentwicklung weit hinaus gehen.

Nutzen Sie daher gern die Möglichkeit, für ein unverbindliches Gespräch mit Innovationscoach Andrea Scherkamp, um herauszufinden, in welchen Bereichen Ihres Unternehmens möglicherweise Blockaden die Weiterentwicklung hemmen – und wie diese ermittelt und aufgelöst werden können.

Nutzen Sie hierzu bitte das Kontaktformular.

Anschrift und Kontakt

Andrea Scherkamp
Torfstichweg 3
82418 Seehausen am Staffelsee
+49 172 89 67 293
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